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Was ist eigentlich wildwuchs?

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Fotos der bisherigen Festivalausgaben von
Dominik Labhardt, Basel;
Musik von A.D.N.
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Das Bild des Künstlers als Universalgenie hat sich seit Goethes Zeiten radikal geändert, nur in vielen Köpfen ist es unverändert geblieben. Wenn man alles können muss, schliesst dies den Menschen mit Behinderung von vornherein aus. Der heutige Kunstschaffende aber arbeitet mit sich, mit seinen Unzulänglichkeiten, seinen Stärken. Der individuelle Zugriff auf die Welt, das Prozesshafte, das Fragmentarische tritt in den Vordergrund. Authentizität ist wichtiger als Meisterschaft. Diese Rückbesinnung auf das Individuum und sein Umfeld ist zwar auch eine grosse Leistung, aber alle können daran teilhaben – auch jenseits motorischer oder intellektueller Fertigkeiten. Dieser Umstand erlaubt den behinderten und nicht­behin­der­ten Künstlerinnen und Künstlern eine Begegnung auf Augenhöhe.

wildwuchs fördert eine Kultur, die unterschiedlichsten Menschen, vor allem aber Menschen mit einer Behinderung, die kreative Teilhabe am Leben in den Strukturen des Gemeinwesens ermöglicht. wildwuchs stellt künstlerisches Schaffen ins Zentrum, verzichtet auf jegliche Etikettierung bestimmter Gruppen und geht von der Heterogenität menschlicher Gemeinschaften als Normalzustand aus. wildwuchs ist ein Vermittler von Begegnungen zwischen Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung und ein Produzent von kleineren und grösseren Projekten, welche gleiche Chancen für künstlerisches Schaffen für Alle gewährleisten und kulturelle Zugehörigkeit trotz Verschiedenheit ermöglicht.

Idee und Gestalt

Künstlerische Kriterien

 
Bild:
Lift Your Arms As Antennas To Heaven / Beautiful People, Dançando com a Diferença, wildwuchs 11
© Dominik Labhardt